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Schulische Problemlagen bei Autismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer wieder begleiten wir Eltern, die zum Thema Schule Unterstützung brauchen. Autismus ist eine unsichtbare Behinderung mit einem immens großen Spektrum. Das macht es für das pädagogische Umfeld meist schwierig, denn man kann keinen klaren „Fahrplan“ vorlegen. Es braucht Menschen, die mit den unterschiedlichsten Ausprägungen Erfahrung haben. Wir haben wöchentlich Anrufe zu diesem Thema! Aus dem ganzen Land, kreuz und quer, sind Eltern fassungslos. 

Dass ein autistisches Kind andere Lernbedingungen braucht, dass dadurch Kinder sowohl überbelastet als auch unterfordert werden können, sie seelisch leiden bis zu dem Punkt, an dem sie ernsthaft krank werden, ist unbestritten. Aber individuelle Lösungen gibt es kaum. Immer wieder fallen Kinder durchs Raster. Viele pädagogische Maßnahmen werden unwissentlich falsch umgesetzt und dies oftmals mit zu viel Druck, zu wenig Zeit und zuwenig Spielraum. Immer wieder hören wir von Ablehnung, Ignorieren der Behinderung, Mobbing, Diskriminierung durch Kinder, aber auch durch pädagogisches Personal.   Autist*innen erfahren diese durch ihre Wahrnehmungsbesonderheiten sehr viel schlimmer und tiefgreifender als Nicht-Autist*innen. Sie müssen ertragen, dass über sie in negativer Weise geredet wird, dass man sie für dumm hält, ihnen nichts zutraut oder sie völlig überschätzt, weil man glaubt, da sei doch gar nichts… So entwickeln und manifestieren sich komorbide Erkrankungen,wie Depression, Angst- und Panikstörung, Zwangsstörungen, Sozialphobie,Schlafstörungen oder gar PTBS, um nur einige zu nennen. Diese werden häufig nur im Verhalten der Autist*innen selbst gesehen, als „autistisches Problemverhalten“ deklariert, dabei ist es hier immens wichtig, dass das Umfeld sich hinterfragt,reflektiert und seinen Einfluss auf Verhaltensweisen erkennt und anerkennt. Verstehen, Wissen und ein positiver Umgang mit allem, was Autist*innen uns als Hinweis auf eine „Schieflage“ geben, sind grundlegend für gute Arbeit. Dann sitzt das Kind zu Hause. Eltern versuchen andere Wege zu finden, weil man ihnen keine alternative Lösung anbieten kann. 

 

Heute möchten wir einen Artikel aus der Hellersdorfer Zeitung zeigen, in dem es um Stephanie Fuhrmann geht. Sie ist Autistin und sie hat 2 autistische Kinder. Stephanie Fuhrmann ist Mitgründerin vom Verein „White Unicorn “der sich für autistische Kinder einsetzt an Regelschulen. 

 

 https://www.die-hellersdorfer.berlin/2021/12/13/autistische-kinder-wenn-die-schulpflicht-zum-problem-wird/

 

 Statt dass man offen eine Lösung sucht, wie die Teilhabe gewährt wird und das Kind gut lernen kann, erfahren Eltern - wie hier im Beispiel - ein Gerichtsverfahren! Wir sehen uns als Vermittler und Übersetzer, bitte sprechen Sie uns an!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Birgit Orgeldinger (Mittwoch, 15 Dezember 2021 21:28)

    Mein Junior hat aufgegeben, will keinen Schulbegleiter mehr seit letztdem Schuljahr, will nicht mehr anders sein. Ich wurde vom Jugendamt gezwungen, das Junior Therapie macht, musste deshalb zeitweise meinen Job aufgeben. Aussage JA: keine Therapie, kein SB! Laut Psychologien unnötig, Junior kommt durch alleiniges training von Situationen gut klar.
    Wirklich gut ist, dass nach den prüfungen nächstes Jahr das Elend im schulsysthem endlich ein Ende hat. Junior geht dann höchstwahrscheinlich auf ne Game designer Schule!