Volljährigkeit Betreuuung oder was ?


Wenn die Volljährigkeit näher rückt, kommt auch die Frage auf, wie geht es weiter...denn dann dürfen Eltern nichts mehr. Themen wie Betreuung stehen an, doch das passt oft nicht so richtig. Was dann? Die Generalvollmacht kann eine wirklich gute Alternative sein.


 Volljährigkeit – wenn Autist*innen 18 werden

Autist*innen haben oft einen unterschiedlichen Bedarf an Hilfen, also von sehr wenig bis hin zu sehr großem Bedarf. Von Schulbegleitern, über Assistenzen, Pflegegrad etc., so dass deren Eltern bzw. die Angehörigen zu vielen Themen Fragen haben, und zwar immer wieder. Dazu gehören außer Fragen zur Antragsstellung auf z.Beinen Schulbegleiter, einen Pflegegrad, den Grad der Behinderung und Hilfsmittel, auch viele weitere wichtige Themen, die sich über Jahre hinweg anhäufen.Autist*innen haben oft durch ihre Wahrnehmungsbesonderheiten Bereiche, in denen sie besondere Schwierigkeiten haben, wohingegen andere Bereiche prima laufen. So werden sie älter, aber der Hilfebedarf bleibt. Sind aus den Kindern Jugendliche gewordentauchen spätestens im Alter von 17 Jahren die Themen VORSORGEVOLLMACHT, GENERALVOLLMACHT und BETREUUNG aufOft ist den meisten Angehörigen nur „Betreuung ein Begriff, denn das kennt man eben irgendwie. Eltern beginnen, sich Gedanken darüber zu machen, ob ihr Kind ab dem 18. Geburtstag – mit der Volljährigkeit - all die Anträge, die Gespräche, dasewigen um irgendetwas kämpfen müssen“ alleine lösen kann. Aber eine Betreuung!? Nein, das passt einfach nicht. Also wurschtelt man sich eben erst mal weiter so durch ... es folgen Gespräche mit den behandelnden Medizinern und immer wieder weitere Überlegungen. Man informiert sich dann doch, wie wird was und wo gemachtUnd wieder hinterbleibt ein Gefühl von „das passt einfach nicht. Dann gibt es andere Eltern, für die es ganz klar passt und disich sicher sind, dass die Betreuung sein muss. Tja und jetzt? Im Autismus Bereich ist alles möglich. Was genau heißt das? Was ist, wenn ein Jugendlicher nicht spricht oder keine Unterschrift leisten kann? Es gibt so viele Möglichkeiten.Ganz oft werde ich gefragt, wie man das regeln kann. Bei kognitiv stark eingeschränkten Jugendlichen ist klar, dass eine Betreuung notwendig ist. Doch wie sieht es bei anderen Autist*innen ausDas Kind bzw. der Jugendliche hat für sich klar definiert, dass Mama alles weiter regeln soll, so wie bisher eben auch. Oft sind Eltern besorgt, weil ihnen bewusst ist, dass ihre Hilfe nach wie vor benötigt wird – mit dem 18. Geburtstag ändert sich ja die Welt nicht von heute auf morgen -, sie aber nur weiterhelfen können, wenn das geregelt ist. Doch was ist richtig? Wann ist eine Generalvollmacht das Richtige? Was ist der Unterschied? Braucht es zur Erklärung Leichte SpracheBraucht es Piktogramme? Oft ist es sehr wichtig, Jugendliche bereits über Monate im Voraus darauf vorzubereiten, bis das Thema richtig erfasst/ verinnerlicht wird. Denn mit dem 18. Geburtstag des Kindes muss alles geregelt sein! Ich kenne sehr viele, bei denen so mancher auf den ersten Blick glauben würde, da brauche man „so etwas“ nicht. Manchmal wird mit den jugendlichen Autist*innen auch gar nicht darüber gesprochen, die Eltern machen einfach alles weiter, wie bisher eben auch und das erwachsene Kind muss dann halt einfach unterschreiben. Natürlich ist das machbar, ist aber meiner Meinung nach der schlechteste WegEs muss nur einmal eine Situation entstehen, in der beispielsweise die Krankenkasse anruft und eine Auskunft braucht, die dann aber nicht durch die Eltern vermittelt werden darf. Diese Dinge lassen sich auch nicht vermeiden und können echte Probleme schaffen. Dann gibt es natürlich auch jene Eltern,die ihre jungen erwachsenen Kinder völlig überschätzen und es erst zu einem größeren Zwischenfall kommen muss. All das muss so nicht sein! Es gibt die Möglichkeit der Vorsorgevollmacht, der Generalvollmacht und der Patientenverfügung und der Betreuung ! 
Bisher war es sehr mühsam, die vielen Vordrucke nebst Unterlagen in Leichter Sprache, Visualisierungen mit Piktogrammen etc. mit sich herumzutragen/ zu richten. Über längere Zeit habe ich nach einer Lösung gesucht, wo und wie man das alles unkompliziert erstellen kann und dies handelbar ist. Wo direkt alle Unterlagen auch bei Gericht hinterlegt werden, schnell zur Hand sind ec. Dank Patientenverfügung.digital“, als innovative digitale Lösung, wird das Ganze nun stark vereinfacht. In den Beratungssituationen erlebe ich das Thema Generalvollmacht / Versorgungsverfügungen als etwas, das man nicht gerne angeht und oft vor sich herschiebt… letzten Endes muss man sich jedoch damit auseinandersetzen und eine geeignete Lösung finden. Es ist absolut zu empfehlen, sich rechtzeitig damit auseinanderzusetzen. Ich werde häufig damit konfrontiert, dass man sich nicht oder noch nicht mit diesem wichtigen Thema befassen möchte, einige haben auch Angst wie der junge Mensch darauf reagiert. Der 18. Geburtstag kommt schneller als man denkt. Da ich selbst nicht nur Vorstand des Vereins Selbstbestimmt Autistisch 2019 e.V. bin, sondern auch dreifache pflegende Mutter, ist das Thema Generalvollmacht auch bei mir persönlich immer wieder ein Thema. Es ist wunderbar,dass mit Patientenverfügung.digital endlich eine gute verlässliche Seite entstanden ist, auf der man wirklich hervorragende Informationen bekommt und sofort alle wichtigen Daten hinterlegen kann. Alles an einem Ort jederzeit sofort einzusehen toll! So kann man auch für sich selbst etwas hinterlegen! Ein Bereich, der noch ein wenig auf Behinderung ausgerichtet ist, wäre als Ergänzung ganz wunderbar. Da habe ich wirklich große Hoffnung, dass dieses Unternehmen diesbezüglich noch mehr bringen wird. Wir waren im Gespräch und ich konnte mich gut einbringen was man noch verändern könnte. Ich finde es wirklich super, alleine den Aufkleber den man sich in den Geldbeutel kleben kann ist genial. So kann in einer Notsituation immer und überall schnell abgerufen werden. Die Leistung ist kostenlos in der Basis Version, die Komfort Version ist aber auch zu stemmen mit 25 Euro im Jahr. Ich finde super das man so die komplette Familie zusammen hat wenn man es möchte. Auch gibt es einen Unterschied ob man einen Standard Vordruck nutzt, oder ob man gezielt Antworten auf Fragen geben kann. Lasst euch als Familie Zeit und besprecht alles in Ruhe, frühzeitig. Gerne berate ich euch dazu. Natürlich ersetzt dies keine rechtliche Beratung die insbesondere bei Grundbesitz und oder einer Firma nötig ist! Auch autistische Besonderheiten sind mir vertraut und ich erschließe Vieles aus den Verhaltensweisen, weil diese mir vertraut sind. Vor allem, wenn keine aktive Sprache vorhanden ist oder in Anwesenheit fremder Menschen eben nichts geht, kann ich beratend zur Seite stehen.

# Patientenverfügung