Was ist Autismus?


Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, der eine komplexe neurologische Störung zugrundeliegt. Sie betrifft insbesondere die Wahrnehmungsverarbeitung.

 

Autismus betrifft den ganzen Menschen nicht nur Teilbereiche. Betroffen sind interaktionelle, kognitive, sprachliche, motorische sowie emotionale Funktionen.

 

Bis vor wenigen Jahren wurde eingeteilt in:

  • Frühkindlicher Autismus (auch Kanner-Autismus, Kanner-Syndrom)
  • Asperger-Autismus (auch Asperger-Syndrom)
  • Atypischer Autismus

 

Autisten aller Zuordnungen zeigen viele verschiedene Auffälligkeiten, weswegen es heute Autismus-Spektrum-Störung heißt.

Auch ins autistische Spektrum gehören genetische Auffälligkeiten, wie z. B. das Rettsyndrom.

 

Für eine Diagnose werden folgende Dinge genannt: 

  • Andauernde Defizite/Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation/Interaktion über mehrere Lebensbereiche
  • Schwierigkeiten mit sozial-emotionaler Gegenseitigkeit
  • Vermeiden von Blickkontakt( hier weiß man das vor allem Hochfunktionale Autisten gerne so tun als würden sie einem ansehen, in Wahrheit aber vorbei schauen oder einen Punkt fixieren. Das Maskieren ist ein großes Thema das unter anderem durch Zwang kommt, sei es der von Außen oder der von Innen! Sicher ist, es ist auf Dauer ungesund.) 
  • Probleme Mimik, Gestik und Körperhaltung des Gegenübers zu erkennen und zu deuten
  • Schwierigkeiten soziale Beziehungen zu entwickeln oder aufrecht zu erhalten
  • Eingeschränkte Interessen, die in ihrer Intensität ungewöhnlich sind
  • Unter-/Überempfindlichkeit auf sensorische Reize
  • Starkes Festhalten an Routinen, Verweigerung bei Veränderung
  • Stereotype oder repetitive Sprache oder Bewegungen oder bei Verwendung bestimmter Gegenstände

 

Autismus ist unabhängig von der Intelligenzentwicklung. Häufig kommen jedoch zu den autistischen Symptomen noch andere Einschränkungen, zum Beispiel körperliche, komorbide Erkrankungen/Entwicklungsstörungen oder kognitive Einschränkungen.

 

Die Ursachen für Autismus sind bisher nicht völlig entschlüsselt, es gibt jedoch eine deutliche genetische Komponente. 

Autismus ist keine Krankheit. Autismus ist eine Behinderung, die Hilfe nötig macht.

Es ist von großer Bedeutung, dass Menschen mit Autismus so angenommen werden, wie sie sind.

Aufgrund ihrer Einschränkungen benötigen viele Autisten und deren Familien dauerhaft  Hilfe und Unterstützung. Es ist wichtig, dass diese Hilfen schon früh und unkompliziert zur Verfügung stehen.

 

Was kann man tun?

 

Was auf jeden Fall hilft: mehr Information.

 

Je mehr die Menschen über Autismus wissen, desto geringer ist die Unsicherheit vor dem Umgang mit Autisten.

 

Wenn erkannt wird, wo genau die Schwierigkeiten für den Autisten liegen, hilft das im Umgang mit ihm.

 

Es braucht Erfahrung und Offenheit.

 

Wir sind in erster Linie Eltern und Betroffene. Darunter sind auch immer wieder Fachleute. Wir wünschen uns das man Autisten einbezieht soweit es für sie gut und möglich ist. Unabhängig wie sehr die Person auch eingeschränkt sein mag aus Sicht von neurotypischen Menschen. Es gibt immer einen Weg wenn man dazu bereit ist. Angehörige haben einen sehr wichtigen Stellenwert, denn sie sind kennen ihr Kind, ihren Angehörigen am besten.