In Planung: Selbstfürsorge, Kosmetik


Berührungen pflegen nicht nur die Haut, sondern erreichen auch die Seele des Menschen.


In der alltäglichen Begleitung von Menschen mit Behinderung kommen so wichtige Themen wie die der Körperpflege und Hygiene leider viel zu kurz. 

Dabei sind sie fester Bestandteil der im betreuenden Programm festgelegten „tagesstrukturierenden Maßnahmen" und damit der individuell durch das Fachpersonal erstellten Förderpläne anhand des Themenfeldes zur „Einschätzung einzelner Fähigkeiten und Fertigkeiten“ wie: 

 

-       Gebrauch von Kosmetik- und Hygiene-Artikeln

-       Haarpflege und Frisur

-       Nagelpflege

-       Intimpflege

-       Kleiderwechsel

-       Kleiderwahl

-       Gesundheitsbewusstsein

-       Einschätzung der Gesundheit

-       Ernährung

-       Alkohol, Drogen

-       Kaffee, Nikotin

-       Bewegung, Sport und natürlich die Entspannung.

 

Der Bedarf an Aufklärung, Beratung und Unterstützung ist sehr hoch. Für Menschen mit Behinderung kann sich so die aktive Erfahrung des eigenen Körpers, dessen Pflege und der daraus resultierenden Möglichkeiten zur Stärkung des Selbstvertrauens, des Selbstbewusstseins sowie des eigenen Wohlbefindens ergeben. Ganz zu Schweigen das es einfach ein Wohlfühlerlebnis ist, die Sinne anregt oder beruhigt.

 

Auch Menschen mit Behinderungen haben das Bedürfnis, schön zu sein und sich als attraktiv und gepflegt zu erleben. Insbesondere Menschen mit Autismus profitieren enorm sich damit auseinander zu setzen

 

  Unser Vorstand ist gelernte Fachkosmetikerin und gibt ehrenamtliche Anleitungskurse.


Infos zum Projekt Entspannung siehe Link hier rechts.

Es entseht ein Synergieeffekt der sich gegenseitig verstärkt. 







Menschen mit Autismus können einen Mangel an Sinneseindrücken haben, aber auch zu viel.

Das umfasst auch fehlende physische Mensch-zu-Mensch-Interaktion. Umarmungen, ein Händedruck oder auch nur an jemandem gelehnt zu sitzen, ist vielen Menschen mit Autismus kaum möglich.

 

Dieser Mangel bzw. Ein Zuviel hat nicht nur massive Auswirkungen auf das individuelle Wohlbefinden, sondern auch auf die Gesundheit: Die Gliedmaßen sind weniger elastisch, die Durchblutung verlangsamt sich, Muskelschwächen und Gelenkerkrankungen sind die Folge.

Auch auf emotionaler Ebene tritt durch Bewegungs- und Berührungsmangel eine Veränderung ein, die sich auf den gesamten Organismus auswirken kann: Die Empfindsamkeit steigt und negative Gefühle wie Trauer oder Einsamkeit werden intensiver wahrgenommen.

 

 Menschen mit Autismus müssen deutlich vorsichtiger und zurückhaltender berührt werden. 

Zu Beginn geht es um Beziehungsarbeit, Ruhe und viel Zeit. Das genaue Hinhören, den Menschen lesen, ist die Grundvoraussetzung.

Achtsame Berührungen sind wichtig, wertschätzend und natürlich bestimmt der Mensch, was geschieht.

 

Eine respektvolle Haltung dem autistischen Menschen gegenüber muss deutlich zum Ausdruck kommen und bei der jeweiligen Person ankommen.

 

Wir bitten immer um Erlaubnis und um Zustimmung.

Schon das macht einen großen Unterschied, denn bei den täglich notwendigen Pflege bleibt das völlig außer Acht.

 

Massagen und Berührungen, die auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet sind, verschaffen den Menschen ein allgemeines Wohlgefühl und rücken sie als Person wieder mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Dadurch lässt sich die Lebensqualität massiv verbessern, indem die Muskeln gelockert und Durchblutung, Stoffwechsel und Immunsystem angeregt werden.

Seit vielen Jahren spricht man über Therapien, Behandlungsmethoden, die manchmal Wirkung zeigen, manchmal nicht. Kaum spricht man über die Würde, darüber, dass die jeweilige Person bestimmt.

Warum aber kommt niemand auf die Idee, sich ganz bewusst und mit Zeit, Ruhe, Einfühlungsvermögen dem zuzuwenden, was schlicht allen Menschen gut tut? 

Wir reden über Wellnessurlaub, über Spa-Erlebnisse, MeeTime……genau das brauchen Menschen mit Behinderung genauso.

 

Wichtig ist jedoch, die Unterschiede zur Massage und Berührung zu gesunden Menschen zu kennen:

 

Es gibt 7 Berührungs Anregungen zum Einstieg

 

 

- den Handrücken streicheln(erfragen, herausfinden wie sanft oder stark eine Berührung als angenehm empfunden wird)

- die Hand mit beiden Daumen massieren ( kann mit und ohne Öl erfolgen je nach Bedürfnis)

- mit Daumen und Zeigefinger die Fingerzwischenräume ausstreichen ( zeigen Sie an der Hand der Mutter um was es geht)

- mit beiden Daumen die Handfläche ausstreichen ( wird meist direkt als angenehm angenommen) 

 

Wenn das klappt kann man übergehen zum Rücken oder Gesicht. 

- Hände links und rechts der Wirbelsäule anlegen, danach langsam bis zu den Schultern auf- und abstreichen

- mit beiden Händen größer werdende, herzförmige Berührungen über den ganzen Rücken ausführen

- mit beiden Händen von den Schultern bis neben die Wirbelsäule streichen


Wichtig ist es vor allem, alle Bewegungen langsam und sehr bewusst auszuführen. Die Situation immer im Blick zu haben.

Diese angenehme Situation benötigt Vertrauen, denn ich liefere mich aus. 

Eine ausgewogene Balance von Körper, Geist, Seele bringt Zufriedenheit, Wohlbefinden. 
Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus bzw. fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Yoga kann Stress reduzieren, Verspannungen lösen, das Körpergefühl verbessern. Warum also nicht austesten?

 

Eine ausgewogene Ernährung, welche reich an frischen, natürlichen, saisonalen Lebensmitteln ist, ist daher ein wichtiger Bestandteil sich gut zu fühlen. Das ist oft schwierig. Aber mit übergreifenden anderen Ideen wie z.B. unserem Gartenprojekt das auf Nachhaltigkeit, Bio, bewußter Entscheidung beruht kann man mehr Verständnis, mehr Erkennen, Verstehen erreichen.
Auch ätherische Öle können eine Rolle spielen, sie können zur Entspannung beitragen oder Energie liefern. 

So entsteht eine harmonische Balance von Körper, Geist und Seele und steigert das  allgemeinen Wohlbefinden.




Die Gesichtspflege

Wir wissen, wie schwierig es sein kann, bei vielen unterschiedlichen Produkten den Überblick zu behalten. Folgst du bei der Gesichtspflege aber der richtigen Reihenfolge, maximierst du die Wirksamkeit deiner Produkte. Aber welche sind das? Welche passen zu meiner Haut?  Gibt es Unterschiede im Sommer oder Winter?

Wir haben hier eine Anleitung für normale Haut zusammengestellt und wollen damit deutlich machen, dass diese völlig überfordert ist. Beim Lesen dieses Textes klinken sich spätestens in der Mitte alle aus. 

Doch diese „Anleitungen“ sind heute üblich, insbesondere im Internet. Die Menschen, die lesen können und sich so Ihr Wissen aneignen, können dadurch völlig irritiert werden. Dann kommt die Frage welche Produkte hinzu, wo kaufe ich diese etc.so dass man was tut?

 

Gar nicht.

 

Es werden andere Anleitungen, vielleicht visualisierte Anleitungen benötigt. Dann kann es zur Routine werden. Wir alle müssen uns jeden Tag bewusst machen, dass es viele Menschen gibt, die andere Anweisungen benötigen. 

Oft kommt dann noch die Sorge hinzu, was das alles kostet. Ob die Sachen stinken?  Die oft überaus sehr empfindsamen Nasen vertragen meist keine stark parfümierten Produkte. Aber gezielte Produkte, in die vielleicht sogar die Aromakunde einfließt, können überaus toll sein.  


Lesen Sie diese Anleitung, ich bin sicher, diese ist den meisten Menschen zu viel!

 

Schritt 1: Gesicht reinigen – morgens und abends

 

Trage ein Reinigungsgel, ein Reinigungsöl oder einen Reinigungsbalm auf und arbeite es in sanften kreisenden Bewegungen in deine Haut ein. Spüle die Reste mit lauwarmem Wasser ab und tupfe anschließend dein Gesicht vorsichtig mit einem Handtuch trocken.

 

Schritt 2: Gesicht peelen – abends

 

Verwende nach der Reinigung ein- bis zweimal die Woche zusätzlich ein Peeling. Arbeite auch hier das Produkt in kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Je nach Anwendungshinweis musst du das Peeling anschließend noch mit Wasser entfernen.

 

Schritt 3: Klären mit Gesichtswasser – morgens und abends

 

Tropfe ein wenig Toner auf ein Wattepad und tupfe dein Gesicht damit ab. Achte darauf, dass du die empfindliche Region um die Augen aussparst.

 

Schritt 4: Spezialpflege wie Seren auftragen – morgens und abends

 

Gib etwas von deinem Lieblingsserum auf die Handflächen und massiere es in deine Haut ein. Warte, bis das Serum vollständig eingezogen ist, bis du zum nächsten Schritt übergehst.

 

Schritt 5 – optional: Augenpflege verwenden – morgens und abends

 

Trage etwas Augencreme auf deinen Ringfinger auf und klopfe das Produkt vorsichtig ein. Übe nur wenig Druck aus, da die Haut um die Augen herum sehr dünn und somit besonders sensibel ist.

 

Schritt 6: Haut mit Feuchtigkeit versorgen – morgens und abends

 

In diesem Schritt versiegelst du die vorangegangenen Produkte. Trage je nach Tages- oder Nachtzeit nun großzügig deine Feuchtigkeitspflege auf. Vergiss dabei nicht, den Hals und das Dekolleté einzucremen.

 

Schritt 7: Sonnenschutz – morgens

 

Zu guter Letzt trägst du einen Sonnenschutz großzügig auf Gesicht, Hals und Ohren auf. Greife für einen effektiven Schutz zu einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30


Wir haben das Glück, dass uns schon heute tolle Menschen unterstützen und wir so den Menschen etwas Gutes tun können. Wollen Sie uns ebenso unterstützen? Melden Sie sich gerne bei uns. Es wäre ganz wunderbar, einige weitere Unterstützer zu finden


Einige unserer tollen Unterstützer, ohne euch wäre das Projekt nicht realisierbar!



Vielleicht gehörst auch du zu den Menschen, die nie richtig gelernt haben, ausreichend gut auf sich zu achten oder nicht so genau wissen, was Selbstfürsorge eigentlich bedeutet.Dieser Prozess muss erlernt werden.  Die meisten Menschen verstehen unter Selbstfürsorge einen Wellnessurlaub, sich ein Gläschen Wein gönnen, ein Buch lesen oder spezielle kosmetische Behandlungen. Andererseits wird Selbstfürsorge leider immer noch von der Gesellschaft viel zu oft als nicht notwendig oder im schlimmsten Fall als negativ aufgefasst. Jeder Mensch, ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener oder Reifer Mensch, jeder einzelne kann nur tief in sich selbst herausfinden, was ihm/Ihr gut tut. Es kann fast alles sein .

Uns ist es ein Anliegen, viele Möglichkeiten anzubieten, Massagen können ein Ausgleich sein. Für andere ist es die Sauna, Brainlight oder ein Waldspaziergang. Es könnte aber auch Musik, ein Spiel, Holzhacken usw. sein.


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Alle Bildern auf unseren Seiten werden nur der Erklärung halber gezeigt.