Kinderschutz


Der Kinderschutz muss an erster Stelle stehen und darf nie verhandelbar sein.


Der Staat hat die Pflicht, Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen für ihr Wohl zu schützen. (Art. 6 , Abs. 2 Satz 2 GG; § 1666 BGB; § 1 Abs. 3; § 8a SGB VIII) 

Der Begriff Kindeswohlgefährdung meint: „eine gegenwärtige in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung, eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt“. (Bundesgerichtshof 1956) 

Alle Aktivitäten der Kinder- und Jugendhilfe sind auch darauf zu richten, solche Gefährdungen nicht entstehen zu lassen (Kinderschutz in einem breiten Sinne) bzw. sie rechtzeitig abzuwenden (Kinderschutz im engeren Sinne). 

Zur Abwendung von Gefahren, sind Eltern und Kindern geeignete Hilfen anzubieten. 

 

Dort, wo Hilfen zur Gefahrenabwehr von den Eltern nicht angenommen werden, hat das Jugendamt zum Schutze der Kinder und Jugendlichen einzugreifen (Inobhutnahme/Einbezug des Familiengerichts, zum Eingriff in die elterliche Sorge). 


Was haben wir jetzt genau damit zu tun? 

 

Artikel 16 der UN-Behindertenrechtskonvention (in Verbindung mit den Artikeln 6 und 17) verpflichtet uns, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um Menschen mit Behinderung vor Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch zu schützen. 

  

Im Zentrum unserer Arbeit, stehen Menschen mit Behinderung. Auf deren Wohl sind all unsere Aktivitäten ausgerichtet. Sie sollen auf ihrem individuellen Lebensweg begleitet werden. Dabei werden die einzelnen Fördermaßnahmen individuell und zielorientiert, für jedes Kind, gestaltet. 

Gleichermaßen steht die aktive und umfassende Versorgung der Kinder - welche Körper, Seele und Geist des Kindes berücksichtigt - und die Unterstützung der betroffenen Familie gewährleistet, sowie die nachhaltige Eingliederung von behinderten Kindern jeglicher Art, in ihren Familien, sowie in der Gesellschaft. 

  

Wir fördern die aktive Prävention, denn so lassen sich Ungereimtheiten, größere Probleme, Misverständnisse bis hin zu Katastrophen vermeiden.  

Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit der Behinderung Autismus-Spektrum, lebt von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Die Menschen müssen sich aufgrund ihrer spezifischen Beeinträchtigung, auf einen besonderen Schutz verlassen können.

Eltern und Angehörigen bieten wir eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit an. Wir bieten ihnen einen Rahmen, in dem sie offen sprechen können und die Erfahrung machen, verstanden zu werden. 
Wir haben Kontakt zu den Eltern, dem Kind und dem Umfeld, vermitteln, machen deutlich .

Durch den engmaschigen Kontakt erleben wir die Familie intensiv und haben so, einen besonderen Einblick.

Gerade wenn noch keine Diagnose vorliegt, ist es oft sehr schwierig. Oder auch wenn ein Kind erst spät diagnostiziert wird/ wurde. Hier wurde oft Jahre lang falsch mit dem Kind umgegangen und entsprechenden Reaktionen des Kindes folgten. Hier braucht es deutliche, klare Worte für alle. Aber noch mehr Verständnis, erkennen von Verhaltensweisen  etc. Das sind besondere Gegebenheiten, die manchmal auf den ersten Blick eine Gefährdung anzeigen können. Doch bei genauer Betrachtung mit speziellem Wissen über Behinderung, herausforderndes Verhalten, wird deutlich, dass hier etwas völlig anderes passiert. 

Wir erkennen schnell wo das Problem herkommt bzw wo etwas falsch läuft. Auch Missverständnisse können wir aufklären, um das zu tun, was alle wollen.

 

Das Wohl des Kindes fördern.

 

Wir begleiten Familien in solch einer Situation intensiv, wir haben Einblick in diese und kennen/ erstellen eine Biographie des Kindes. Wir coachen die Eltern mehrfach die Woche zu Autismus, Erziehung, Behinderung, Beziehung, Bildung eben zu allen Themen die relevant sind. Wir beobachten die Situation und können Eltern so gezielt unterstützen.

 

Unsere aktive Prävention ist ein Schlüssel für ein gelingendes Aufwachsen in der Familie - gerade für Familien mit behinderten Kindern (siehe auch im Bereich Pflege) .

 

Hier bekommen Familien, Kinder und Jugendliche schnelle Hilfe in allen Bereichen und dadurch bekommen auch Fachkräfte einen Einblick der Sicherheit schafft.

  

• Wir stehen für einen besseren Kinder- und Jugendschutz 

• Die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die in Pflegefamilien oder in Einrichtungen der Erziehungshilfe aufwachsen 

• Hilfen aus einer Hand für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen 

• Mehr Prävention vor Ort 

 

Wir handeln aktiv.

 

Kinder, wie auch Erwachsene mit Autismus aller Ausprägungen, brauchen besonderen Schutz. Dafür stehen wir ein. 

Aufklärung, Gespräche, sowie Achtsamkeit, schützen insbesondere Kinder. Wir versuchen die Familien in ihrer Resilienz zu stärken und Kindern, wie auch Jugendlichen, mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln - gemeinsam mit Pädagogen, Medizinern, Kliniken, Organisationen, wie der Jugendhilfe.  

  

• Wir stärken das Selbstbewusstsein von Müttern, Vätern und Kindern 

• Wir helfen, den Familienalltag zu entlasten und das Miteinander zu verbessern 

• Wir zeigen Wege auf, um Konflikte zu bewältigen und zu lösen 

• Wir bieten Raum, zum Nachdenken und zum Austausch mit anderen Müttern und Vätern 

• Wir eröffnen ihnen die Möglichkeit, Freiräume für sich selbst zu schaffen und frische Kraft zu tanken 

• Wir informieren über allgemeine Erziehungsthemen und klären auf.

• Wir bieten Teilhabe in vielfältiger Weise für Kinder und Jugendliche, Einzel- Gruppengespräche
• Wir setzen uns, für die Rechte Betroffener, ein.

 

Wenn ein Kind Pflege, aufgrund seiner Behinderung braucht und ab Geburt besondere Aufmerksamkeit benötigt, ist der Familienalltag für Väter und Mütter sehr belastend. Diese brauchen viel mehr Hilfen.Diese ganz besonderen Umstände werden oft nicht erkannt.

Wir benötigen, dass Angehörige offene, unterstützende Hilfe erfahren. 

Leider ist es aber eher so, dass viele Angehörige, sowie Menschen mit Behinderung, gerade nicht das Gefühl haben, offen sagen zu können. wo die Schwierigkeiten liegen, was ihnen hilft. 

Eine offene, auf Augenhöhe ausgerichtete, gute Kommunikation, ist das A und O.

 

Bedingt durch die Behinderung und die damit einhergehenden Schwierigkeiten im Bereich der sozialen Kontakte, durch kognitive Einschränkungen und oder Wahrnehmungsbesonderheiten etc. entsteht eine schwierige Eigendynamik die auf allen Seiten entgleiten kann. Ist das geschehen wird es immer schwieriger. 

Wenn all das zu einer Belastung wird, die Eltern nicht mehr können, kann es zu schlimmen Situationen kommen. Das gilt es zu verhindern insbesondere für das Kind. Wir bieten Ihnen Verständnis, Klarheit und auch deutliche Worte .

 

Wir sind jederzeit bereit, uns auszutauschen und gemeinsam zum Schutz eines Kindes zu handeln. 

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Können oder wollen Angehörige nichts ändern, dann braucht es andere Wege.  

Dann ist der Weg in eine Einrichtung auch sinnvoll. 

 

 

Gerne können Sie jederzeit mit uns in Kontakt treten – auch und erst recht, wenn Sie einen schwierigen Fall haben sollten oder ein schwieriger Fall sind. Wir unterstützen Sie .

 

Kinderschutz geht immer vor. Wir wünschen uns, dass in einer schwierigen Situation mit einem Kind, mit der Familie offen kommuniziert wird. Dass man sich die Unterstützung von z.B. uns holt. Wir wissen von zahlreichen Fachkräften dass sie immer wieder unsicher sind bei Fragen der Behinderung.

 

 


Die Schwierigkeiten mit offiziellen  Unterlagen behinderte, autistische Kinder und Jugendliche einzustufen. Kommt dann noch wenig Wissen um Behinderung hinzu, kann kaum eingeschätzt werden. Sprechen Sie uns an.


Allgemeine Unterlagen zur Gefährdungseinschätzung



Für Einrichtungen