Intensiv Projekt „Herausforderndem Verhalten bei Autismus anders begegnen“


Wir bieten euch die Möglichkeit, den „Unaufgeregten Umgang“ in der Praxis, im Alltag intensiv zu erlernen. Wir führen ausführliche Gespräche mit euch, eurem Kind, mit Erzieherinnen, Lehrerinnen, Begleitpersonen, eben dem ganzen Umfeld autistischer Menschen.

Wir vermitteln Grundsätzliches zum „Unaufgeregten Umgang“ und zu Autismus. Nicht nur Aggression, ist „Herausforderndes Verhalten“ sondern jedes Verhalten das vom Umfeld als herausfordernd erlebt wird. Wir zeigen Wege auf, wie man in schwierigen Situationen neu reagieren kann. Warum es so wichtig ist, Autismus zu verstehen. Wir zeigen euch, wie sich eine autistische Person fühlen kann und wie bedrohlich etwas wirken kann. Wir bringen euch die Wahrnehmungsbesonderheiten eures Autisten näher, um gut damit umgehen zu können. Denn eines ist klar: geht man mit Autisten respektvoller um, versucht man, sich darauf einzustellen, dann bewegt es sich. Natürlich gibt es immer die individuelle Situation zu beachten.

Nur weil ein Autist einen normalen IQ hat, heißt das nicht, dass alles läuft, denn er muss das ja verstehen. Es kann so viel sein, das es diesem Autisten schwer macht. Er kann durch alle möglichen Wahrnehmungsbesonderheiten oder oder oder oder nicht mehr in der Lage sein zu zeigen, was in ihm steckt. Mit dem richtigen, ruhigen Vorgehen und viel Zeit, kommt man aber an den Punkt und kann ihn überwinden. Umgekehrt heißt es nicht, dass ein nonverbaler Autist kognitiv schwach aufgestellt ist und sowieso nicht weit kommen wird.

 


Leider geschehen immer wieder überzogene Reaktionen, die Autisten schaden und sie sehr belasten. Gerade wenn es um „Herausforderndes Verhalten“ geht, wird es auch manchmal körperlich .... Dadurch verschlimmert sich die Situation. Auch Angehörige empfinden es oft als sehr schwierig, dass es Gespräche nur selten auf Augenhöhe gibt. Leider wird vieler Orts noch gearbeitet, wie vor vielen Jahren weil es wenig Fortbildungen gibt. Auch der Umfang schreckt oft ab. Kommt es zu „Herausforderndem Verhalten“, sind die Autisten schuld und oder ihre Angehörigen. Auf das ganze Umfeld zu schauen wäre wichtig, wird aber selten getan. Autisten, die so fertig sind, dass selbst Aggression nicht mehr aufkommt, sitzen in der Regel völlig neben sich und erstarrt ihre Zeit ab. Das muss aufhören!!! Sie alle brauchen Hilfe in Form von Entgegenkommen!

 

Wir machen neben regelmäßigen Beratungen und der Grundeinführung zu Autismus und dem  „Unaufgeregten Umgang“eine 1:1 Online-Begleitung in eurem Alltag oder für das Umfeld.

Zu Beginn bekommt ihr per Post Arbeitsmaterial geschickt. Ebenso muss geklärt werden ob ihr die Ausstattung vor Ort habt. Wir setzen uns zusammen, klären alles. Mittels Headphone/IPad sind wir verbunden und können euch so direkt unterstützen. Der Autist bleibt in seinem vertrauten Umfeld und wird auch nicht durch unsere Anwesenheit gestört. Das halten wir für wichtig, da der Schutzraum des eigenen Umfelds dem Großteil der Autisten sehr wichtig ist. Fremde werden als störend und beängstigend empfunden, was dann natürlich zu einem veränderten Verhalten führt. Dazu kommt das wir meist erst angefragt werden wenn es zu Problemen gekommen ist, das bringt oft mit sich  das der Autist sehr neg. belastet ist. Auch daran arbeiten wir, doch schnelle Veränderungen sind eher selten, da Autisten Zeit brauchen, viel Zeit. Wir geben ihm diese. Online dabei zu sein hilft uns um eine alltägliche Situation beurteilen zu können, euch Tips direkt umzusetzen.

Uns ist wichtig die Sorgen aller Beteiligten zu hören. 
Oft ist das Umfeld sehr verunsichert was sich mit der Aufklärung verbessert.

So gehen wir nach und nach alle Bereiche an und finden Zugang.

Jede Situation ist einzigartig, weswegen wir den Weg immer individuell bestimmen. 

 Wir stehen hinter euch, vermitteln und wenn nötig, begleiten wir auch zu Terminen. Die autistische Person erfährt Wertschätzung wird dann eingebunden wenn sie bereit dazu ist. Das Umfeld findet Wege, wie man mit dem jeweiligen Autisten besser in Kontakt kommt, um gut miteinander den gemeinsamen Alltag zu bewältigen.

Wir werden oft gefragt:

  • Wie lange geht das? meistens 2 Jahre manchmal länger
  • Was wird erlernt? HV abzubauen, bessere Kommunikation ermöglichen
  • Welches Ziel gibt es? Eine Verbesserung für Alle
  • Welche Voraussetzungen braucht es? Es gibt immer einen Weg, wenn wir gemeinsam daran arbeiten.
  • Was muss ich tun um mitmachen zu können ? Anrufen, eine erste Mail schreiben.
  • Wie wird die Hilfe finanziert? Das besprechen wir, bisher gab es immer eine Lösung.

Ruft uns einfach an. Dann reden wir darüber. 

Das Ziel ist, so lange begleitend zur Seite zu stehen wie es gewünscht und benötigt  wird. So entsteht ein langfristiger persönlicher Kontakt. Für das autistische Kind eröffnen sich neue Möglichkeiten, soziale Kontakte.  1:1, in einer online Gruppe, in Einzelgesprächen, einem Kosmetik Projekt ec. So entsteht ein sicheres, strukturiertes Übungsfeld.
Unser Ziel ist intensive zu beginnen meist 2 Termine die Woche und es an die Entwicklung anzupassen. Soziales erlernen, Eigenständigkeit erfahren. 


Eines liegt uns am Herzen:Verweigerung


Immer wieder hören wir von Kindern die sich völlig verweigern. Wir haben eine Vorstellung warum das so ist und können nachvollziehen wie es dazu kam. 
Wir tasten uns langsam und vorsichtig heran. So ist es für uns kein Problem wenn ein Kind sich nicht zeigen kann. Hauptsache es ist anwesend. Uns ist sehr wichtig, das wir offen, ehrlich und direkt sein dürfen, darum bitten wir. Denn so wachst Verständnis. 
Auch für die Struktur und das so wichtige Sicherheitsbedürfnis autistischer Kinder ist es nötig klar zu äußern was wir brauchen, aber auch zu erfragen was das Kind braucht.


Wir sind da um euch zu unterstützen!