Ernährung & Autismus

 

 

Ernährung ist für viele Menschen im Autismus-Spektrum ein sensibles Thema. Sensorische Besonderheiten, starke Routinen, körperliche Empfindlichkeiten oder frühere belastende Erfahrungen können das Essverhalten deutlich beeinflussen.

 

Unser Ansatz ist nicht normierend, sondern unterstützend. Wir betrachten Ernährung als Teil von Sicherheit, Wohlbefinden und Selbstbestimmung – nicht als Mittel zur Veränderung der Person.

 

 

Unser Verständnis von Ernährung

 

Gute Ernährung bedeutet für uns:

  • sich sicher fühlen beim Essen

  • ausreichend essen können

  • den eigenen Körper ernst nehmen

  • Stress und Konflikte reduzieren

  • Lebensqualität verbessern

Nicht Perfektion, sondern Stabilität steht im Mittelpunkt.

 

Unser Ansatz

 

Wir arbeiten:

  • ohne Zwang oder Druck

  • ohne starre Regeln oder Diäten

  • ohne Bewertungen von Essverhalten

  • transparent und nachvollziehbar

Dabei beziehen wir ein:

  • sensorische Wahrnehmung (Geruch, Geschmack, Konsistenz, Farbe)

  • emotionale Sicherheit und Routinen

  • körperliche Aspekte (z. B. Magen-Darm-Beschwerden)

  • den Alltag von Familien, Kindern und Erwachsenen

Für wen ist die Ernährungsberatung geeignet?

 

Unser Angebot richtet sich an:

  • autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene

  • Eltern und Angehörige

  • Fachkräfte

Besonders hilfreich ist die Beratung bei:

  • sehr eingeschränkter Lebensmittelauswahl

  • Essstress, Konflikten oder Drucksituationen

  • Nahrungsmittelängsten oder -verweigerung

  • Unverträglichkeiten oder Verdauungsproblemen

  • dem Wunsch nach mehr Struktur und Sicherheit beim Essen

Glutenfrei & andere Ernährungsformen

 

Glutenfreie oder andere spezielle Ernährungsformen werden häufig im Zusammenhang mit Autismus thematisiert.

 

Unsere Haltung:

  • keine pauschalen Empfehlungen aber auch keine Ablehnung

  • keine Heilversprechen

  • individuelle, freiwillige Entscheidungen

Eine Anpassung kann sinnvoll sein, wenn medizinische Gründe vorliegen oder ein behutsames Ausprobieren ausdrücklich gewünscht wird – immer begleitet und ohne Druck.

 

Was wir nicht tun

  • Autismus „therapieren“ oder verändern

  • Essverhalten bewerten oder erzwingen

  • Diäten verordnen

  • Schuld oder Angst erzeugen

Rahmen & Ablauf

  • Einzelberatung oder Gruppenberatung
  • Dauer und Umfang individuell

  • Auch als begleitender Prozess möglich

Die Beratung ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen.

 

Unser Ziel

Wir möchten, dass Essen wieder:

  • sicher wird

  • weniger belastet

  • weniger Konflikte erzeugt

  • mehr Selbstbestimmung ermöglicht

  • Genussvoll ist

Ernährung darf unterstützen – nicht überfordern.

 

 

Selektives Essen 

 

Verstehen statt bewerten

Selektives Essen ist bei vielen Menschen im Autismus-Spektrum keine Ausnahme, sondern Teil ihrer individuellen Wahrnehmung und Selbstregulation. Dabei geht es nicht um „Unwillen“ oder „schlechte Gewohnheiten“, sondern häufig um sensorische Besonderheiten, Sicherheit und Vorhersehbarkeit.

 

Was bedeutet selektives Essen?

 

Selektives Essen beschreibt ein stark eingeschränktes, oft sehr konstantes Essverhalten. Häufig werden nur bestimmte:

  • Geschmacksrichtungen

  • Konsistenzen

  • Farben oder Formen

  • Temperaturen

  • Marken oder Zubereitungsarten

akzeptiert. Veränderungen können Stress, Angst oder Überforderung auslösen.

 

Warum selektives Essen sinnvoll sein kann

 

Für viele autistische Menschen erfüllt selektives Essen wichtige Funktionen:

  • Schutz vor sensorischer Überlastung

  • emotionale Sicherheit und Kontrolle

  • Stabilität in einem oft reizintensiven Alltag

  • Selbstregulation

Selektiv zu essen bedeutet daher nicht automatisch ein Problem – sondern oft eine Lösung, die funktioniert.

 

Wann ist Unterstützung sinnvoll?

 

Unterstützung kann hilfreich sein, wenn:

  • die Lebensmittelauswahl sehr klein ist

  • Mangelerscheinungen vermutet werden

  • Essen dauerhaft mit Stress oder Konflikten verbunden ist

  • das Thema Essen den Alltag stark belastet

Dann geht es nicht um „Durchbrechen“ von Mustern, sondern um Entlastung und Sicherheit.

 

Unser Ansatz

 

Wir arbeiten:

  • ohne Zwang oder Druck

  • ohne Belohnungs- oder Bestrafungssysteme

  • ohne Bewertungen

In der Beratung schauen wir gemeinsam:

  • Welche Lebensmittel geben Sicherheit?

  • Welche sensorischen Faktoren spielen eine Rolle?

  • Wo entsteht Stress – und warum?

  • Welche kleinen, freiwilligen Veränderungen wären überhaupt vorstellbar?

Was wir nicht tun

  • Essverhalten „korrigieren“

  • Menschen zu neuen Lebensmitteln zwingen

  • Angst oder Schuld erzeugen

Selektives Essen ist kein Erziehungsfehler und kein Zeichen von Versagen.

 

Unser Ziel

 

Unser Ziel ist nicht Vielfalt um jeden Preis, sondern:

  • ausreichend essen

  • Sicherheit erleben

  • Stress reduzieren

  • Selbstbestimmung stärken

 

Essen darf stabilisieren – nicht verunsichern.

 




Autismus-Assistenz-Hund


Ein tierischer Freund – der Assistenzhund!

 

Der Autismus-Assistenzhund ist ein ausgebildeter Hund, der Kinder und Erwachsene aus dem Autismusspektrum begleitet und für deren Bedürfnisse ausgebildet ist.  

 Ein großes Thema, bei dem man einen langen Atem braucht. Am Ende aber wird ein tolles Team stehen das sich ergänzt.

 

Wir vermitteln gerne den Kontakt und können auch hier aus Erfahrung berichten.


Es gibt viele Fragen zu klären. 
Vor allem nimmt das Thema Kosten einen großen Raum ein. 




Körperpflege


Körperpflege ein Thema das viele Eltern ziemlich an Ihre Grenzen bringt.
Da ist das Kind dem man nicht die Haare waschen kann. Es schreit und wehrt sich vor Schmerz …. Duschen kann sich wie Nadelstiche anfühlen. 

Oder das Zähne Putzen, eine tägliche Herausforderung. Warum ist das alles so schwierig ? Wiso hört es einfach nicht auf und was können wir tun?

Hier links sieht man ein Kind mit Wackelzahn, eine sehr schwierige Zeit und bis der erste Zahl wackelt und raus fällt ein weiter Weg.

Plötzlich fühlt sich der komplette Mundraum neu an. Wochen, Monate kann das Kind kaum essen, Zähne putzen geht überhaupt nicht. Der Mund schmerzt fühlt sich merkwürdig an und essen wird zum Spießrutenlauf.
 Doch es gibt viele Möglichkeiten was man tun kann. Das  ausprobieren von allerlei Ideen, bringt meist Abhilfe.



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